Visualisieren? Das kann ich gar nicht!

Visualisieren? Das kann ich gar nicht!

Visualisieren fällt vielen sehr schwer, ich will versuchen es Dir zu erleichtern!

Das Visualisieren ist ein fundamentaler Bestandteil für das bewusste Erschaffen

In vielen Gesprächen hörte ich bisher “Visualisieren? Das kann ich gar nicht, ich sehe dabei nichts”. Tatsächlich fällt es sehr vielen Menschen sehr schwer zu visualisieren. Das kann ich absolut nachvollziehen, denn mir ging es am Anfang auch so.

Gleich vorab:

Setzt Euch nicht so unter Druck und erwartet keinen messerscharfen Hollywoodfilm

Ich habe mich ganz zu Anfang immer hingesetzt und an das gedacht, was ich mir wünsche. Warum auch nicht, so funktioniert es ja auch. Trotzdem hatte ich das Gefühl es irgendwie nicht richtig zu machen und da sehe ich einen der größten Fehler. “Nicht richtig machen”. Du kannst nicht “falsch visualisieren” und Du visualisierst eh in einer Tour, nur eben nicht immer die Dinge, die Du willst, sondern eher sowas:

“Ich komme zu spät, die werden sicher böse sein!”

“Ich kann den Vortrag nicht halten, ich werde vor Nervosität einfach nicht sprechen können!”

“Es ist kalt draußen da werde ich bestimmt wieder krank!”

 

Kommt Dir das bekannt vor? Haben sich solche Gedanken im Nachhinein nicht auch nahezu immer bewahrheitet? Ganz sicher – bei mir jedenfalls schon.

Während Du diese Sätze liest und daran denkst, entwickelst Du dabei nicht Vorstellungen vor Deinem inneren Auge? Das sind jetzt nicht solche Bilder, wie Du sie durch Deine physischen Augen siehst. Bei manchen schon und mit Übung bekommst Du das auch hin, aber anfangs ist es meist nicht so. Aber viel wichtiger ist dabei nicht das, was Du siehst, sondern das, was Du dabei fühlst. Wie fühlst Du Dich, wenn Du denkst: “Verdammt, ich komme zu spät!”. Ganz genau, du fühlst Dich schlecht, gehetzt und setzt Dich mit diesen Gedanken unter Druck. Dabei merkst Du sogar ziemlich deutlich wie stark sich Deine Gedanken auf Dein Gefühl und somit auf Deine Umwelt und deinen Körper auswirken.

Gedanken beeinflussen Deine Gefühle und deine Gefühle beeinflussen deine physische Umwelt

 

Wenn Du wirklich glaubst nicht visualisieren zu können, hier ein kleiner Test:

 

Übung als Text:

Stell Dir vor, Du bist zuhause und sitzt auf Deinem Bett. Dich überkommt auf einmal die Lust nach einem Tee.
Du steht also auf und gehst langsam in deine Küche. Heute scheint die Sonne, die Küche ist hell erleuchtet und das stimmt Dich glücklich. Du füllst Wasser in Deinen Wasserkocher und wartest bis er anfängt zu brodeln. Währendessen öffnest Du die Tür zu Deinem Küchenschrank und wählst Dir Deine Lieblingstasse. Du nimmst also diese Tasse aus den Schrank, stellst sie auf die Anrichte, legst einen Teebeutel in die Tasse und gießt ihn mit dem blubbernden Wasser auf.
Der Tee dampft und duftet vorzüglich, nun setzt Du dich wieder hin, hälst die Tasse in deinen Händen und setzt zu einen Schluck an. Doch der Tee ist einfach noch viel zu heiß. Die wartest also ab und genießt dabei die Sonne auf deinem Gesicht. Das Fenster ist angewinkelt, Du spührst also einen leichten Wind und hörst die Vögel zwitschern. Ein wunderbares Gefühl, dazu trinkst Du den mittlerweile angenehm warmen Tee.

Übung als Audio:

 

Und? Konntest Du Dir das vorstellen, hast Du etwas gefühlt?

Ich denke ja und das ist der Beweis, dass auch Du visualisieren kannst und das es wirklich nicht schwer ist und sich sogar sehr gut anfühlt.
Es kommt ganz darauf an was für ein Typ Du bist. Bist du visuell, auditiv, oder kinästhetisch? Vielen fällt es leichter, wenn sie sich Bilder vom erwünschten anschauen, mit einem Visionboard zum Beispiel. Andere hören sich gerne was an oder sprechen darüber. Wieder andere schreiben einfach gerne, was sie wollen. Viele solcher Tipps gibt Annika in Ihrem Ratgeber “Schreib Dein eigenes Leben“.

Ich hoffe damit konnte Ich Dir weiterhelfen,
Daniel 🙂

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